6.12.2011

Vorsicht: Abzocke bei Anlageprodukten keine Seltenheit



Die Investition des Ersparten in lukrative Geldanlagen ist eigentlich eine sinnvolle Sache, doch leider gibt es immer wieder Fälle, bei denen ahnungslose Anleger um ihr kleines Vermögen gebracht werden. Dabei handelt es sich nicht, wie Viele jetzt vielleicht vermuten werden, um irgendwelche dubiosen Anbieter aus dem Internet, sondern um deutsche Großbanken. Denen müsste man doch eigentlich vertrauen können, doch leider sieht die Realität anders aus, wie ein Fernsehbeitrag der Sendung stern TV aufdeckte.

In dem Beitrag ging es um eine 91-Jährige Rentnerin, die vier Jahre zuvor 40.000 Euro in einen geschlossenen Fonds angelegt hat, weil der Bankberater ihr das empfohlen hatte. Der geschlossene Fonds läuft allerdings 30 Jahre und sie müsste demnach 107 Jahre alt werden, um noch etwas von ihrem Geld zu haben. Zurecht fühlt sie sich von ihrer Bank betrogen.

Leider ist die Rentnerin kein Einzelfall. Besonders bei alten Leuten sind Banken skrupellos. Intern werden diese Vertragsabschlüsse sogar unter dem Kürzel „AD“ gehändelt, als Synonym für „alte und doof“. Selbst, wenn die Anleger über Jahrzehnte treue Kunden waren, schrecken die Bankangestellten nicht davor zurück, ihnen auch noch das letzte Ersparte abzuknöpfen.

Der Grund liegt darin, dass die Bankangestellten immer mehr Vertragsabschlüsse vorweisen und gesetzte Ziele erreichen müssen. Bei älteren Menschen geht man davon aus, dass diese leichtgläubig sind, insbesondere dann, wenn man sie schon jahrelang berät. So lassen sich die Vorgaben der Bank am besten erfüllen.
Daher sollten Anleger immer das Kleingedruckte lesen, auch wenn der Bankberater ihr Vertrauen genießt. Wie sagt man doch so schön: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“

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