6.11.2011

Niedrigerer Leitzins: Tagesgeld-Konten bleiben auf hohem Niveau

Die besten Tagesgeldkonten im Vergleich.



Kaum an der Macht, schon schockiert der neue EZB-Chef Mario Draghi mit dem Entschluss, den Leitzins von 1,5 Prozent auf 1,25 Prozent zu senken. Was im ersten Moment wie ein Alleingang anmutet, stellt sich aber als Mehrheitsentscheidung heraus.
Zur Vertrauensbildung hat diese Maßnahme sicherlich nicht beigetragen. Viele Verbraucher fragen sich, was auch ihren Anlagen wird – werden die Zinsen nun ins Bodenlose fallen?
Gerade in diesem Zusammenhang überrascht es umso mehr, dass die deutschen Banken, noch immer um die Gunst der Anleger werben. 2,7 Prozent Verzinsung von Tagesgeld-Konten sind durchaus denkbar. Der Tagesgeld-Index des Datenanbieters Biallo liegt derzeit bei 1,3 Prozent.
Was hier überrascht, ist, wenn man es sich näher betrachtet, gar nicht so unlogisch. Gerade die Krisen in einigen der europäischen Mitgliedsstaaten, sorgen für den erhöhten Wettbewerb um Sparer und ihre Einlagen. Kreditinstitute wollen auf diese Geldquelle fürs tägliche Bankengeschäft nicht verzichten, in Anbetracht dessen, dass sie ihren Mitbewerbern nicht mehr trauen. Banken leihen sich untereinander nur noch verhalten Geld, da jeder befürchtet, dass der andere auf einem hohen Bestand an riskanten Staatsanleihen sitzt. So wird der niedrige Leitzins aller Wahrscheinlichkeit nicht zu niedrigeren Zinsen beim Tagesgeld führen.

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